Ade Gummipuppe … die Cyborgs kommen !!!

Seit Jahrzehnten prophezeit die Porno-Industrie dem Cybersex den Durchbruch. Wir zeigen, wie sich das Geschäft mit der virtuellen Erotik vom Porno-Puzzle auf CD-ROM bis zu modernen Sexpuppen entwickelt hat.

Als das Internet in den Neunzigerjahren die Wohnzimmer erobert, keimt in der Pornobranche grosse Hoffnung auf: Dort ist man zu dieser Zeit fest davon überzeugt, dass die Onlinewelt das Sexleben der Menschheit für immer verändern wird. Seitdem hat sich viel getan, wie unsere obige Fotostrecke zeigt. Aber die Idee vom Sex-Cyborg oder dem täuschend echten Virtual-Reality-Porno ist immer noch weit von ihrer Umsetzung entfernt.
Im Buch «The Joy of Cybersex – An Underground Guide to Electronic Erotica» aus dem Jahr 1993 klingt es dagegen noch so, als wäre der Virtual-Reality-Sex kurz vor dem Durchbruch. Demnach sollen die Nutzer bald Haut und Haare der virtuellen Sexpartner in der virtuellen Realität spüren können und ein unvergessliches sexuelles Abenteuer im digitalen Raum erleben.

Der Ratgeber prophezeit eine glorreiche Zukunft des Cybersex, auch wenn die Realität noch ganz anders aussah, wie die Autoren bei einer Bestandsaufnahme zugeben. Neben Puzzlespielen mit Nacktmodels und Strip-Poker-Software auf CD-ROM hielten sich die erotischen Erfahrungen am Computer in Grenzen.
Und so richtig verlockend sah Cybersex auch in den kommenden Jahren nicht aus. Nichtsdestotrotz: Die Porno-Industrie träumt weiter davon, den Kunden irgendwann ein spannendes Cybersex-Erlebnis zu verkaufen.

Intelligente Sexmaschinen gegen den Leistungsdruck
Das Unternehmen RealDoll etwa, seit 20 Jahren im Geschäft, arbeitet an Sexrobotern, die nicht nur aussehen wie Menschen, sondern sogar irgendwann so denken können wie sie. «Die künstliche Intelligenz ist das interessanteste Testfeld bei Sexpuppen», sagt Vertriebschef Mitja Klee gegenüber SPIEGEL ONLINE. «Das darf aber nicht albern werden, daher brauchen wir Mimik.» Ende des Jahres 2016 sollen die intelligenten Sex-Cyborgs in Serienproduktion gehen.

Der Bedarf an Sexpuppen ist nach Angaben des Herstellers seit Jahrzehnten stabil. Der Leistungsdruck sei nach wie vor sehr hoch, die Freizeit vieler Menschen werde knapper. Wer resigniere und keine Lust mehr habe, einen Partner zu suchen, freue sich über eine «RealDoll», sagt Klee.
Sein Ziel: «Wir wünschen uns, dass wir irgendwann einen richtigen Cyborg verkaufen.» Aber die Sexpuppenfans müssen sich noch eine Weile gedulden. «Das wird nicht in den nächsten zehn Jahren klappen.»

Quelle: jörg breithut / spiegel online

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